"In Bayern dahoam, in der Welt zu Hause!"


Die bayerische Tradition der Liberalitas Bavariae, also "Leben und leben lassen", soll wieder aufleben!

Wir, die junge Generation aus Bayern, sind stolz auf unsere Traditionen, wir lieben unser Bayernland. Wir sind weltoffen und gehen auf andere zu - nicht nur zu Wiesenzeiten!

 

Derzeit studiere ich an der Hochschule für Politik München und beschätige mich mit Parteienforschung, USA, Russland und besonders Umweltpolitik.

Ich arbeite als freier Journalist, vor allem für den Rundschau-Verlag im Landkreis Miesbach. Außerdem verbringe ich viel Zeit bei meinen Bienen in Miesbach und Umgebung.

 

Viel Spaß auf meiner Homepage!

 

Thomas Michael Klotz



Der ewige Seehofer

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) (Foto: Thomas Klotz)
Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) (Foto: Thomas Klotz)

Auf die Frage, wer uns die Welt nach seinem Ableben erklären soll, antwortete Peter Scholl-Latour einst: „Die Friedhöfe dieser Welt sind voll mit Menschen, die sich für unersetzlich hielten.“ Ist Horst Seehofer, der seine politische „Beerdigung“ zunächst angesetzt, dann wieder abgesagt hat, unersetzlich?

 

 

Ja, denn...

 

... Seehofer hat eine starke Mannschaft hinter sich gebracht. Geschickt hat er es dabei verstanden, dass keiner seiner potentiellen Nachfolger an seinem Stuhlbein sägen konnte. Manfred Weber, Joachim Herrmann (der nun in die Bundespolitik wechseln möchte), Ilse Aigner, Markus Söder – die Liste der Kronprinzen und -prinzessinnen ist lang. Darunter finden sich auch echte Alternativen zum bisherigen Landesvater.

 

... Seehofer machte im Umgang mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht immer eine bella figura. Während der sogenannten Flüchtlingskrise war der CSU-Chef teilweise der schärfste Kritiker Merkels. Vor wenigen Wochen bekannte er lieblos, die CDU-Chefin sei die beste Regierungschefin für Deutschland.

 

... auch innenpolitisch drehte sich Seehofer immer wieder. So gibt es beispielsweise jetzt nach Jahren der Diskussionsblockade eine Rückkehr zum G9.

 

 

 

Nein, denn...

 

... trotz allem verstand Seehofer, den Wählerzuspruch zu mehren bzw. zumindest keinen zu verlieren. Für die CSU scheint der Ingolstädter derzeit die einzige Wählergarantie zu sein. Trotz seiner Wendungen.

 

... der aussichtsreichste Ministerpräsidenten-Nachfolge-Kandidat, Markus Söder, hat bei weitem keinen so großen Zuspruch und würde wohl auch ganz anders in der Bundespolitik agieren. Seehofer hat Bayern eine starke Stimme im Bund gegeben, die mit einem Personalwechsel abhanden kommen könnte. Zudem gab sich Seehofer auch als versöhnlicher Landesvater, was Söder – seinen Aussagen zufolge – wohl so schnell nicht gelingen könnte.

 

 

 

Wie man die Argumente gewichten möchte, ist jedem selbst überlassen. Für Seehofer sollte nun gelten: Einen starken Nachfolger aufbauen (und nicht auf einen Auswanderer in die Vereinigten Staaten setzen), die Leitlinien seiner Politik für die Zeit nach Landtags- und Bundestagswahl klug setzen und nicht der Versuchung anheim fallen, bis zum bitteren Ende auf dem Sessel in der Staatskanzlei zu bleiben. Eine Regierungsübergabe zwischen den Wahlen ist übrigens auch möglich...

 

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